Achtsamer Fotospaziergang

Raus aus der Bilderflut, rein ins Tun

walk, enjoy, talk, connect

Jeden Tag sehen wir unzählige Bilder. Vor allem in den sozialen Netzwerken prasseln sie in Sekundenschnelle auf uns ein, zu allen erdenklichen Themen. Oft sind es Klimakrise, Artensterben, Kriege und andere Katastrophen. Dann denken wir vielleicht: „Da möchte ich etwas tun. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass die Biodiversität geschützt wird.“ Doch die Masse und die Schnelligkeit der Informationen lassen uns nicht selten mit einem Gefühl der Ohnmacht zurück.

Dazu kommt: Negative Inhalte sind in den Medien überrepräsentiert, weil sie Aufmerksamkeit erzeugen. So entsteht ein verzerrtes Bild der Welt, die Psychologie spricht vom „Mean-World-Effekt“. Und wer viel konsumiert, ohne selbst zu handeln, kann sich schnell hilflos fühlen. Diese Überlastung nennt man “Information Overload”.

Außerdem sitzen wir meist allein vor unserem Feed, den der Algorithmus für uns kuratiert hat. Früher hat man gemeinsam ferngesehen und anschließend darüber gesprochen. Heute sieht jede:r etwas anderes, und wir tauschen uns kaum noch darüber aus.

Als Fotografin kenne ich beide Seiten. Auch auf meiner Festplatte verschwinden Bilder in Ordnern, die ich nie wieder anschaue. Gleichzeitig weiß ich: Fotografieren ist etwas völlig anderes als Bilder konsumieren. Wer fotografiert, ist nicht mehr nur Empfänger, sondern handelt. Man geht los, schaut genau hin, achtet auf das Licht, wählt einen Ausschnitt und entscheidet, was man zeigen möchte. Man ist in Bewegung, meist draußen, in seinem eigenen Lebensraum. Mein Gefühl ist: Dieses aktive, achtsame Tun kann uns aus der rein konsumierenden Ohnmacht herausholen.

Wenn wir die Natur und damit unsere eigene Gesundheit schützen wollen, müssen wir sie zuerst kennen und lieben lernen. Bei einem achtsamen Fotospaziergang können wir entschleunigen und unsere Umgebung neu entdecken. Wir machen uns unser eigenes Bild von der Welt, statt uns nur berieseln zu lassen. Vielleicht ist das Erlebnis dabei sogar wichtiger, als die Bilder, die entstehen.

Genau dafür biete ich ab sofort Walks an um deinen Lebensraum zu erkunden und deine Mitmenschen besser kennenlernen. Bei einer anschließenden gemeinsamen Verkostung ist Raum, sich auszutauschen. Dabei merken wir: Wir sind nicht allein mit unseren Gedanken. Und aus diesem Gemeinschaftsgefühl wächst vielleicht auch der Mut und die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden.

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